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Abschied nach 22 Jahren Einsatz für Marburgs Studierende
Nach 22 Jahren als Geschäftsführer des Marburger Studierendenwerks geht Dr. Uwe Grebe in den Ruhestand.
Während der offiziellen Verabschiedungsfeier am Freitag lobte Claas Cordes, Kanzler der Philipps-Universität, das herausragende Engagement Grebes und dessen gerne auch mal kampflustigen Einsatz für die Marburger Studierenden. Grebe sei, so sagte Cordes „ein leidenschaftlicher, charmanter und unwiderstehlicher Fanatiker, der manchmal auch das Zeug zum zertifizierten Querulanten für die Anliegen der Studierenden hat.“
In Vertretung von Wissenschaftsminister Timon Gremmels überbrachte Silke Tannapfel, Abteilungsleiterin „Hochschulen und Infrastruktur“ des HMWK herzliche Worte zum Abschied. Geehrt wurde Grebes langjähriger persönlicher Einsatz auch von Christa Ambrosius, Geschäftsführerin des Studierendenwerks Kassel und Sprecherin der hessischen Studierendenwerke und von Achim Meyer auf der Heyde, dem ehemaligen Generalsekretär des Deutschen Studierendenwerks. Moderiert und begleitet wurde die Feier vom Fast Forward Theater und der Studi-Bigband.
Seit seinem Eintritt im Jahr 2004 hat Grebe das Gesicht des Studierendenwerks entscheidend geprägt, sein Fokus lag dabei vor allem darauf, für die Marburger Studierenden eine optimale und moderne Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.
Modernde Infrastruktur im Fokus
So entstanden unter seiner Regie entstanden zahlreiche neue Einrichtungen und Häuser, von denen wohl noch viele Generationen von Studierenden profitieren werden: Den Anfang machte 2010 die Einweihung der „Kita Erlenring“. Es folgten die Eröffnung des „Max-Kade-Zentrums“ im Studentendorf in 2014 sowie die Einweihung der neuen „Kita am Schwanhof“ im selben Jahr. 2016 folgte der Neubau des Studentenwohnheims „Gutenbergstraße 31“. Zwei Jahre später wurde das Familienwohnheim „Hasenherne“ im Studentendorf eröffnet. Mit der Fertigstellung des Studentenwohnheims „Atlashaus“ im Jahr 2021 setzte er den vorläufigen Schlusspunkt hinter eine beeindruckende Serie von Neubauprojekten. Auch Sanierungen bestehender Häuser, etwa die Totalsanierung des Wohnheims „Ritterstraße“, die Sanierung des „Carls-Duisberghauses“ am Schloss und die Aufstockung und Totalsanierung des Wohnheims „Christian-Wolff-Haus“ fallen in seine Amtszeit.
Ein besonderes Anliegen war dem langjährigen Vorsitzenden der bundesweiten Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) die Unterstützung des integrativen Wohnheims „Konrad-Biesalski-Haus“. Dank dieses Engagements konnte die Einrichtung im Jahr 2019 ihr 50-jähriges Jubiläum feiern.
Auch in Sachen Partnerschaften bewies Grebe einen langen Atem: Die enge Zusammenarbeit mit Partnerstudierendenwerk in Frankreich, Poitiers, besteht seit einem halben Jahrhundert. Dass diese Partnerschaft im Jahr 2026 ihr 50-jähriges Bestehen feiert, ist ein deutlicher Beleg für die verlässliche Zusammenarbeit, die Grebe über die Jahre gepflegt hat.
Startschuss für Marie-Luise Kohl
Mit Marie-Luise Kohl übernimmt zum September 2026 eine Nachfolgerin, die auf diesem soliden Fundament aufbauen kann. Sie betritt ein Unternehmen, das fest in Marburg und mit der Philipps-Universität verwurzelt ist und den Anspruch hat, Studierende zu entlasten, zu beraten und zu unterstützen wo möglich.
1.500 Euro Spende für Studierende in Not
„Ich bin froh, dass wir mit Frau Kohl eine engagierte neue Geschäftsführerin gefunden haben, die sich den Herausforderungen der Zukunft stellen wird: Sei es die Sanierung der Mensa Erlenring, die in den kommenden Jahren passieren wird, oder auch das Projekt Neubau „Richtsberg 88“, das quasi in den Startlöchern steht. Und besonders freue ich mich auch, dass anlässlich meiner Abschiedsfeier ein Spendenbetrag von 1.500 Euro für Studierende in Not zusammengekommen ist – das unterstreicht den solidarischen Charakter des Studierendenwerks eindrucksvoll.“, sagte Grebe zum Abschied.
Kontakt: Franziska Busch, Studierendenwerk Marburg, Öffentlichkeitsarbeit (06421/296-113)