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Raum für Begegnungen und neue Ideen
Griffen beherzt zum Spaten: v.l. Claas Cordes, Kanzler der Philipps-Universität Marburg, Sören Bartol, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Prof. Dr. Thomas Nauss, Präsident der Philipps-Universität Marburg, Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies, Staatsminister Timon Gremmels, Marie-Luise Kohl, Geschäftsführerin des Studierendenwerks Marburg und Architekt Ferdinand Heide.
Spatenstich für neue Menseria auf dem Campus Lahnberge
Mit dem Spatenstich für die neue Menseria am 15. September 2026 geht die Philipps-Universität einen wichtigen Schritt für den Campus Lahnberge. Zur Stärkung des Campus-Standorts wird zum 500-Jubiläum der Universität ein neuer Begegnungsort entstehen. Der Neubau soll im Jahr 2027 fertiggestellt werden und kostet nach bisheriger Planung etwa 6,8 Millionen Euro. Die Menseria ersetzt „Mo`s Diner“ im Mehrzweckgebäude. Sie soll die gastronomische Versorgung auf dem Campus insgesamt verbessern und die große Distanz zwischen der Mensa im nördlichen Teil und den Instituten im Süden überbrücken. Der Standort wurde in einem Workshop und in Abstimmungen aller Beteiligten – der Stadt, der Universität und den Nutzer*innen – festgelegt.
Mit dem Neubau der Menseria sowie der später folgenden Neugestaltung des Geländes rund um das Gebäude soll ein lebendiger Treffpunkt entstehen, der über das reine Essensangebot hinausgeht und zum Verweilen einlädt. „Die Menseria ist ein wichtiger Ankerpunkt in der Weiterentwicklung des Campus Lahnberge. Denn sie eröffnet neben dem gastronomischen Angebot einen Ort, an dem sich Universitätsangehörige austauschen können – sei es über Spitzenforschung oder Seminarinhalte oder auch über das Leben jenseits der Universität. So entsteht Raum für Interaktion und neue Ideen“, sagt Claas Cordes. Der Kanzler der Philipps-Universität hat das Projekt maßgeblich mit initiiert.
Marie-Luise Kohl, Geschäftsführerin des Studierendenwerks Marburg betont: „Das Motto aller Studierendenwerke lautet: ,Damit Studieren gelingt‘. Mit der neuen Menseria freuen wir uns auf eine Einrichtung, die es uns ermöglicht, diesen Auftrag noch besser zu erfüllen. Unser Ziel ist es, Studierenden und Mitarbeitenden eine vollwertige, gesunde und attraktive Ernährung anzubieten. Damit schaffen wir mehr als nur ein Verpflegungsangebot – wir schaffen Lebensqualität und einen Raum für Gemeinschaft auf dem Campus.“
Timon Gremmels, Hessischer Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur sagt: „Die neue Menseria wird den Wissenschaftsstandort auf den Lahnbergen aufwerten. Wer hier oben studiert und arbeitet, kann sich auf einen lebendigen Begegnungsort, eine bessere gastronomische Versorgung und auf deutlich kürzere Wege freuen. Orte wie die Menseria sind wichtig für das studentische Miteinander und die Vernetzung über Fachbereiche hinaus. Dieser Gedanke des Zusammenhalts war auch bei der Planung wichtig: Stadt, Universität, Nutzerinnen und Nutzer haben den Standort gemeinsam festgelegt.“
Architektur und Raumangebot
Die neue Menseria wird zwischen dem Altbau Biologie und dem Neubau Chemie gebaut und wird aus Erdgeschoss und Untergeschoss bestehen. Sie bietet im Innenraum im Erdgeschoss auf etwa 250 m2 Platz für etwa 160 Personen. Zusätzlich können sich Gäste im etwa 230 m2 großen Außenbereich mit umlaufendem
überdachten Balkon und Terrasse (Nordseite) aufhalten. Die Terrasse wird von einem Geländer und einem halbtransparenten umlaufenden Holzlamellen-Sonnenschutz umschlossen. Im Untergeschoss ist das Gebäude wegen der Hanglage dreiseitig in das Gelände eingebunden. Die offenliegenden Bereiche tragen eine Vorsatzschale aus Stahlbeton. Der südliche untere Eingangsbereich hat großzügige Öffnungen mit Blickbezügen in das untere Foyer und auf die Freitreppe in den Gastraum.
Konstruktion und Technik
Die tragende Konstruktion des Erdgeschosses besteht aus Holzstützen mit einer aufgelagerten Holz-Flachdecke. Der Küchenkern ist aus Stahlbeton. Auch die Außenwände des Untergeschosses werden aus Stahlbeton mit Wärmedämmung ausgeführt. Innen im Untergeschoss werden tragende und nichttragende Wände aus Kalksandstein, Stahlbeton und teilweise in Trockenbauweise ausgeführt. Die Fensterkonstruktionen bestehen aus Holzrahmen mit Dreifachverglasung.
Die Beheizung erfolgt über eine aktivierte Stahlbetondecke (Betonkernaktivierung). Für die Lüftung werden zentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung
eingesetzt, die insbesondere Küche und Gastraum versorgen. Wärmepumpe, Rückkühler und Kälteerzeugung werden westlich neben dem Gebäude in einer Geländenische versteckt außerhalb des Gebäudes aufgestellt Die regenerative Energieversorgung wird durch eine Photovoltaikanlage mit ca. 240 m² Modulfläche ergänzt. Das Gebäude ist mit einem Aufzug ausgestattet, der Personen- und Warenverkehr ermöglicht und die barrierefreie Erschließung sicherstellt. Für den Neubau ist eine Nachhaltigkeitsbewertung auf Basis des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen „BNB“ erfolgt. In Anlehnung an dieses System ist die Auszeichnungsstufe „Silber“ geplant.
Weitere Informationen
https://www.uni-marburg.de/de/universitaet/presse/baukommunikation/lahnberge/menseria